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Neue Ergebnisse zu Hämatit auf Thasos in Dissertation veröffentlicht

13.05.2026

Publikation

Wir gratulieren Chiara Levato, die Teile Ihrer Dissertation veröffentlichen konnte! Mehr im ganzen Artikel👉🏻

Die Doktorandin Chiara Levato hat ihre Dissertation erfolgreich beim Springer Verlag veröffentlicht – und bringt damit neue Erkenntnisse zur prähistorischen Rohstoffgewinnung ans Licht. In Zusammenarbeit mit dem Deutschen Bergbau-Museum Bochum widmet sich ihre Forschung den Hämatitminen auf dem Hügel von Tzines auf der griechischen Insel Thasos.

Die Fundstelle wurde bereits in den 1950er Jahren im Zuge moderner Tagebauarbeiten entdeckt und später archäologisch untersucht. Dabei kamen zwei unterirdische Bergwerke (T1 und T2) zutage, in denen das eisenhaltige Mineral Hämatit – ein wichtiger Rohstoff zur Herstellung von Ocker – abgebaut wurde. Lange Zeit blieb jedoch unklar, wann genau diese Minen genutzt wurden, da die Datierung durch schlecht erhaltenes Knochenmaterial erschwert war.

Hier setzt die Dissertation an: Im Rahmen eines neuen Radiokarbon-Datierungsprogramms (2020–2021) wurden Proben sorgfältig ausgewählt, aufbereitet und mit modernen Methoden analysiert. Trotz schwieriger Bedingungen gelang es, neue Datierungen zu gewinnen – insbesondere für die Mine T2. Die Ergebnisse sind bemerkenswert: Eine Datierung weist auf eine Nutzung der Mine bereits vor rund 28.000 Jahren hin, also in der mittleren Phase des Jungpaläolithikums (Gravettien). Damit gehört der Abbau auf Thasos zu den frühesten bekannten Beispielen für Bergbau in Europa. Eine zweite, weniger sichere Datierung deutet zudem darauf hin, dass die Mine möglicherweise auch in der jüngeren Steinzeit (Holozän) erneut genutzt wurde.
Die Arbeit ordnet diese Ergebnisse in einen größeren Kontext ein – von der Rolle des Ockers in prähistorischen Kulturen über Umwelt- und Tierfunde bis hin zu alternativen Datierungsmethoden. Sie liefert damit wichtige Impulse für das Verständnis früher Rohstoffnutzung im Ägäischen Raum und darüber hinaus.

Mit ihrer Dissertation leistet Chiara Levato einen bedeutenden Beitrag zur montanarchäologischen Forschung und unterstreicht die erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem Deutschen Bergbau-Museum Bochum.

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Die Doktorandin Chiara Levato hat ihre Dissertation erfolgreich beim Springer Verlag veröffentlicht – und bringt damit neue Erkenntnisse zur prähistorischen Rohstoffgewinnung ans Licht. In Zusammenarbeit mit dem Deutschen Bergbau-Museum Bochum widmet sich ihre Forschung den Hämatitminen auf dem Hügel von Tzines auf der griechischen Insel Thasos.

Die Fundstelle wurde bereits in den 1950er Jahren im Zuge moderner Tagebauarbeiten entdeckt und später archäologisch untersucht. Dabei kamen zwei unterirdische Bergwerke (T1 und T2) zutage, in denen das eisenhaltige Mineral Hämatit – ein wichtiger Rohstoff zur Herstellung von Ocker – abgebaut wurde. Lange Zeit blieb jedoch unklar, wann genau diese Minen genutzt wurden, da die Datierung durch schlecht erhaltenes Knochenmaterial erschwert war.

Hier setzt die Dissertation an: Im Rahmen eines neuen Radiokarbon-Datierungsprogramms (2020–2021) wurden Proben sorgfältig ausgewählt, aufbereitet und mit modernen Methoden analysiert. Trotz schwieriger Bedingungen gelang es, neue Datierungen zu gewinnen – insbesondere für die Mine T2. Die Ergebnisse sind bemerkenswert: Eine Datierung weist auf eine Nutzung der Mine bereits vor rund 28.000 Jahren hin, also in der mittleren Phase des Jungpaläolithikums (Gravettien). Damit gehört der Abbau auf Thasos zu den frühesten bekannten Beispielen für Bergbau in Europa. Eine zweite, weniger sichere Datierung deutet zudem darauf hin, dass die Mine möglicherweise auch in der jüngeren Steinzeit (Holozän) erneut genutzt wurde.
Die Arbeit ordnet diese Ergebnisse in einen größeren Kontext ein – von der Rolle des Ockers in prähistorischen Kulturen über Umwelt- und Tierfunde bis hin zu alternativen Datierungsmethoden. Sie liefert damit wichtige Impulse für das Verständnis früher Rohstoffnutzung im Ägäischen Raum und darüber hinaus.

Mit ihrer Dissertation leistet Chiara Levato einen bedeutenden Beitrag zur montanarchäologischen Forschung und unterstreicht die erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem Deutschen Bergbau-Museum Bochum.

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