25.08.2025
Wir gedenken unserer ehemaligen Kollegin, Frau Dr. Christa Liebschwager, die leider am 03.06.2025 verstorben ist.
Wie erst jetzt bekannt wurde verstarb am 03.06.2025 die langjährige Mitarbeiterin des ehemaligen Lehrstuhl für Ur- und Frühgeschichte, Frau Dr. Christa Liebschwager. Nach ihrem Diplomstudium der Ur- und Frühgeschichte an der Uni Leipzig 1954-58 war sie von 1958 bis 1961 als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Landesmuseum für Vorgeschichte Halle tätig. Kurz vor dem Mauerbau 1961 erfolgte die Flucht in die BRD. Neben verschiedenen Forschungstätigkeiten u.a. auf der Grabung Feddersen Wierde begann Frau Liebschwager anschließend ein Promotionsstudium an der Universität Freiburg.
Der Bochumer Gründungsprofessor des Lehrstuhls für Ur- und Frühgeschichte Dr. Gerhard Mildenberger holte Frau Liebschwager Anfang 1966 als Wissenschaftliche Mitarbeiterin nach Bochum. Nach der Promotion an der Universität Freiburg mit dem Titel „Die Gräber der Frühlatènekultur in Baden-Württemberg“ (1969) wurde diese Stelle in die einer akademischen Rätin umgewandelt. Sie war damit zu ihrer Zeit eine der wenigen Frauen in der deutschen Archäologie auf einer Dauerstelle. Ihre Hauptaufgabengebiete lagen im Aufbau und der Betreuung der urgeschichtlichen Bibliothek und der Lehrsammlung des Faches. Ergänzt wurde dies durch regelmäßige Lehrveranstaltungen insbesondere zur Systematik und Methodik der Ur- und Frühgeschichte. Über mehr als siebzig Semester bis Ende 2001 dürften fast alle Absolventen der Ur- und Frühgeschichte in Bochum diese Veranstaltungen durchlaufen haben. Noch in die Zeit von Prof. Mildenberger fiel der Umzug des Instituts von Gebäude IA ins Gebäude GA (1971), den sie mit dem ihr eigenen Engagement und äußerster Akribie durchführte. Nach der Pensionierung Prof. Mildenbergers 1980 folgte noch weitere 21 Jahre unter Prof. Dr. Volker Pingel, in denen sie auch für die studentischen Hilfskräfte des Lehrstuhls verantwortlich war.
Die Einführung der BA-MA-Studiengänge (2002), den Zusammenschluss der Bochumer Archäologien zu einem gemeinsamen Institut (2004) und den neuerlichen Umzug in das ehemalige Mathys-Gebäude am Bergbaumuseum (2010) hat sie mit Interesse wie auch mit bewusster Distanz verfolgt. Mit Frau Dr. Christa Liebschwager verliert das Bochumer Institut eine der prägenden Kräfte seiner Gründungszeit. Die Spuren ihres 35 jährigen Wirkens sind auch heute noch -vor allem in der Bibliothek des Instituts und in den Erinnerungen ehemaliger Absolventen- deutlich präsent.
Wir gedenken unserer ehemaligen Kollegin, Frau Dr. Christa Liebschwager, die leider am 03.06.2025 verstorben ist.
Wie erst jetzt bekannt wurde verstarb am 03.06.2025 die langjährige Mitarbeiterin des ehemaligen Lehrstuhl für Ur- und Frühgeschichte, Frau Dr. Christa Liebschwager. Nach ihrem Diplomstudium der Ur- und Frühgeschichte an der Uni Leipzig 1954-58 war sie von 1958 bis 1961 als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Landesmuseum für Vorgeschichte Halle tätig. Kurz vor dem Mauerbau 1961 erfolgte die Flucht in die BRD. Neben verschiedenen Forschungstätigkeiten u.a. auf der Grabung Feddersen Wierde begann Frau Liebschwager anschließend ein Promotionsstudium an der Universität Freiburg.
Der Bochumer Gründungsprofessor des Lehrstuhls für Ur- und Frühgeschichte Dr. Gerhard Mildenberger holte Frau Liebschwager Anfang 1966 als Wissenschaftliche Mitarbeiterin nach Bochum. Nach der Promotion an der Universität Freiburg mit dem Titel „Die Gräber der Frühlatènekultur in Baden-Württemberg“ (1969) wurde diese Stelle in die einer akademischen Rätin umgewandelt. Sie war damit zu ihrer Zeit eine der wenigen Frauen in der deutschen Archäologie auf einer Dauerstelle. Ihre Hauptaufgabengebiete lagen im Aufbau und der Betreuung der urgeschichtlichen Bibliothek und der Lehrsammlung des Faches. Ergänzt wurde dies durch regelmäßige Lehrveranstaltungen insbesondere zur Systematik und Methodik der Ur- und Frühgeschichte. Über mehr als siebzig Semester bis Ende 2001 dürften fast alle Absolventen der Ur- und Frühgeschichte in Bochum diese Veranstaltungen durchlaufen haben. Noch in die Zeit von Prof. Mildenberger fiel der Umzug des Instituts von Gebäude IA ins Gebäude GA (1971), den sie mit dem ihr eigenen Engagement und äußerster Akribie durchführte. Nach der Pensionierung Prof. Mildenbergers 1980 folgte noch weitere 21 Jahre unter Prof. Dr. Volker Pingel, in denen sie auch für die studentischen Hilfskräfte des Lehrstuhls verantwortlich war.
Die Einführung der BA-MA-Studiengänge (2002), den Zusammenschluss der Bochumer Archäologien zu einem gemeinsamen Institut (2004) und den neuerlichen Umzug in das ehemalige Mathys-Gebäude am Bergbaumuseum (2010) hat sie mit Interesse wie auch mit bewusster Distanz verfolgt. Mit Frau Dr. Christa Liebschwager verliert das Bochumer Institut eine der prägenden Kräfte seiner Gründungszeit. Die Spuren ihres 35 jährigen Wirkens sind auch heute noch -vor allem in der Bibliothek des Instituts und in den Erinnerungen ehemaliger Absolventen- deutlich präsent.